1996 1997 / 1998 1999 2000 / 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
1996
Es ist nun über 10 Jahre her, seit wir die ersten Schritte auf unserer Reise unternommen haben, die 1996 begann. Als wir den ersten Yoga-Workshop mit Mira Mehta organisierten, hatten wir keinen Schimmer, was wir da eigentlich in Angriff nahmen. Sandi arrangierte das Yoga, ich war für das Catering zuständig und zusammen waren wir auf dem Pfad unterwegs der mit allen seinen Wendungen zum heutigen Yogamatters führen sollte.
Paul Walker
1997 / 1998
In diesen Jahren begann ich Yoga zu unterrichten, und musste feststellen, dass es eine ganz schöne Herausforderung sein kann, gutes Yogamaterial aufzutreiben. Um Mitstudenten und Lehrern zu helfen, begann ich im Anschluss an Unterrichtsstunden Yogamatten zu verkaufen - oftmals aus dem Kofferraum meines Autos heraus, während sich das Lager unter meinem Bett befand. Ich habe die erste Yogamattenrolle von T.L. Elliots gekauft (heute eher als
Yoga Mad bekannt) und mehr als ein Jahrzehnt später beliefern wir uns noch immer gegenseitig und helfen einander aus.
Das alles war übrigens nur in Teilzeitarbeit möglich, da ich noch einen Vollzeitjob mit meinem Vegetarischen Catering Geschäft betrieb. Aber Monat für Monat verlagerte sich der Schwerpunkt hin zu mehr und mehr Yoga und weniger und weniger Catering. Letzten Endes verscherbelte ich ich die ganze Catering-Ausrüstung auf dem Flohmarkt und konzentrierte mich Vollzeit auf Yoga. Im Laufe der Zeit musste ich feststellen, dass es nicht besonders viele Yoga-Events gab. Also begannen wir selber regelmäßige Events abzuhalten und wurden ein fester Bestandteil einer lebhaften Nord-Londoner Yogaszene.
Zu dieser Zeit hatte unsere Freundin Emily auf der Fahrt nach Hause eine wahrhaft göttliche Eingebung und hielt am Straßenrand an, um uns per Telefon einen Namen mitzuteilen: Yogamatters. Wir haben Emily sofort als Dankeschön unbegrenzten Zugang zu Yogamaterial auf Lebenszeit zugesprochen.
Sandi und ich erwarben derweil unsere Qualifikation als Iyengar-Yoga-Lehrer. Ich machte meine erste Reise nach Pune in Indien, wo mir meine Augen bezüglich der unglaublichen Vielfalt der Yoga-Community geöffnet wurden. Selbst nach mehr als 10 Jahren im Dienste der Yogawelt erstaunt mich dies immer wieder und inspiriert mich stets aufs Neue.
1999
Ein wichtiges Jahr für Yogamatters, da wir
www.yogamatters.co.uk lancierten. Anfangs boten wir nur etwa 20 Produkte an, aber jede Webcoding-Zeile wurde liebevoll von unserem Webmaster-Paket verfasst. Innerhalb einiger Stunden nach der Freischaltung erhielten wir unsere erste Bestellung - aus Portugal! Ich erinnere mich noch wie ich im Wohnzimmer voller Freude herumtanzte.
Später in diesem Jahr tauschten wir die Domain yogamatters.com für eine paar Yogamatten ein. Wahrscheinlich der beste Deal den wir je gemacht haben, dank
Godfrey Devereux verständnisvoller Einstellung.
Abi, unsere erste Mitarbeiterin, kam als Teilzeitkraft hinzu. Ich kannte sie bereits aus dem vegetarischen Catering-Geschäft. Glücklicherweise ist Abi heute noch immer bei uns und hält das Kundenserviceteam (und auch uns) auf Trab.
Mein Schlafzimmer war derweil nach wie vor mit eingelagerten Waren vollgestopft. Also kauften wir Richards Gartenhäuschen als Verpackungs- und Versandstätte - unsere ersten richtigen Geschäftsräume. Eines Tages trat Jaspal in unser Abstellhäuschen und unser Leben und wurde sofort unabkömmlich. Der beste Mattenschneider und -roller wo gibt - warm und herzlich und von allen geliebt. Wir wünschten er wäre immer noch bei uns tätig.
Wir unterzeichneten einen Liefervertrag mit Parcelforce und Ende 1999 hatten wir 200 Produkte in unseren Sortiment.
Das Millennium endete damit, dass Yogamatters sich wie ein richtiges Unternehmen anfühlte.
2000 / 2001
Über Kontakte in der Yogaszene begannen wir, unsere ersten Großimporte zu platzieren: Berge von Yogadecken und Kisten voller Gurte kamen aus Pune und Mattentaschen aus Delhi. Die Lieferungen von Matten nahmen an Häufigkeit zu, und unser Abstellhäuschen begann aus allen Nähten zu platzen.
Über die Jahre entwickelten wir loyale Beziehungen zu vielen Zulieferern, von denen so manche enge Freunde von Yogamatters wurden. Wir stießen auf eine sehr starke Marke für amerikanische Yogakleidung namens prAna and verliebten uns sofort in den Stil und Vertrieb von
Beyond Hope.
Während dieser Zeit wurde Yoga zunehmend Mainstream. Man konnte keine Zeitschrift mehr aufschlagen, keine Fernsehsendung mehr ansehen, ohne dass Yogareferenzen Produkte oder Stars bewarben. Yoga war offiziell "der neueste Schrei".
Unser Laden bekam mehr und mehr Laufkundschaft. Deshalb entschlossen wir uns, auch an Samstagen geöffnet zu haben. Eine 6-Tage-Woche mit Schichtdienst aufrecht zu erhalten war alles andere als einfach, aber die Chance die es uns gab, Kunden persönlich zu treffen, war damals unersetzlich.
2002
Wir entwickelten unsere neue Webseite, mit eingen aufregenden Funktionen (wir wechselten zu einem fertig verkauften E-Commerce System namens
Actinic welches uns über die nächsten Jahre stolze Dienste leistete), und Yogis begannen gleichwohl, E-Commerce en masse wahrzunehmen. Wir transferierten unsere Webseite zur besten Hosting Firma des Universums,
Futureservers, wo John und sein Team seitdem durchweg auf uns aufgepasst haben.
Während wir kontinuierlich wuchsen, benötigten wir gleichzeitig auch zunehmend Platz und begannen die Suche nach der ersten Yogamatters Lagerhalle. Als der Immobilienmakler anfangs die Tür zur dieser öffnete und wir von einem Ende des Raums zum anderen sahen, konnten wir uns nicht vorstellen, diesen jemals auszufüllen. Wir brauchten nicht lange zu träumen, den etws später diesen Jahres war die Lagerhalle prall gefüllt!
Um den Ethos der Firma lebendig zu halten, nutzen wir eine Ecke der Halle für London's erstes exklusives Yoga Emporium, and später in diesem Jahr erreichten wir was sich für uns wie ein gewaltiger Meilelnstein anfühlte: unseren Kunden 1000 Produkte anzubieten.
Paul T kam zurück: ein Festpunkt unserer fröhlichen Catering Tage, und schon bald schien es, als ob er (und sein mächtiger Reggae und kitschiger Pop) schon immer bei Yogamatters mit dabei gewesen wäre.
Später diesen Jahres feierten wir als "family matters" und Yogamatters zusammenkamen und Sandi und ich den Bund für's Leben schlossen.
2003
Vee kam hinzu mit den geruhsamsten Händen im Business. Als jemand der Thai Yoga Massage praktiziert hat sie uns seitdem jeden Freitag ruhig gehalten - von ihr gehen immer gute Schwingungen aus.
Wir lancierten den Big Yoga Read was sich als eine der erfolgreichsten Aktionen herausstellte. Wir baten unsere Kunden, uns über ihr liebstes Yogabuch zu erzählen, und wir wurden von der Vielzahl der erstaunlichen Antworten völlig überrollt. Es schien das unsere Kunden genauso viel über Yoga reden wollten wie wir.
Anfangs nur stundenweise hier und da, begann Marie-Flore uns mit unserem Buchsortiment zu helfen. Sie ist nun unser ausgewiesener Experte in der Beschaffung des letzten Druckes einer seltenen Edition des Bhagavad Gita.
2004
Anfang 2004 wurde ich Vater, was die "family matters" komplettierte. Sal und Di stiessen etwa zur selben Zeit hinzu und als beide gleichzeitig schwanger wurden wurde uns klar, dass irgendwas dem Yogamatters Wasser beigemischt war und wir das Schwangerschafts- und Geburtssortiment sehr ernst nehmen sollten.
Während wir also alle Babies bekamen, wurde die
London Yoga Show begründet. Zu kommerziell? Eine bemerkenswerte Stammeszusammenkunft? Nicht genug interessant? Zuviel des guten? Das Event hinterliess eine vielschichtige Kritik aber ist nunmehr fester Bestandteil des Yogakalenders geworden. Es gibt uns die Möglichkeit, viele unserer Kunden persönlich zu treffen. In diesem Jahr waren die meisten Mitarbeiter schwanger, sodass wir wenig Raum für Waren hatten.
Als Ves zu uns hinzukam, begann unsere andauernde Affäre mit Bulgaren die nun unser Lagerteam am Laufen halten. Er führte uns zu Internet-Radio im Büro ein und ist verlässlich, zu speziellen Gelegenheiten immer ein besonders kitschiges Video hervorzukramen. Er leitet auch unser Green Team welches Vorschläge einbringt, unsere Umwelteinflüsse gering zu halten.
Ein anderer Yogahändler registrierte eine Reihe von Domainnamen (wie
www.yogamaters.com) und leitete diese zu seiner eigenen Webseite um. Wir lernten bald das dies als "Cyber-" oder "Typo Squatting" bekannt ist. Wir waren persönlich enttäuscht da wir glaubte, dass das Yoga Business über solchem unethischen Verhalten stehen würde. Es brauchte 3 Jahre steter Argumentation ehe sie uns die Namen aushändigten.
Auch wenn wir nie davon angetrieben waren, die Grössten zu werden (tatsächlich haben wir es immer vermieden, uns mit Superlativen zu schmücken) wurde uns bei einer Umschau des weltweiten Marktes deutlich, dass wir wahrscheinlich das breiteste Sortiment an Yoga Produkten überhaupt anbieten! Nahezu die Hälfte dieser Produkte sind Bücher. Unsere Buchsektion im Laden hat nahezu immer jemanden, der sich umschaut. Yogis kommen von weit her um ihn auszutesten, und verbringen oftmals Stunden darin nachdem Sie bei uns angekommen sind.
2005
Während Sal und Di uns verliessen, um Ihre Babies zu bekommen, sagten wir Bienvenue zu Maryline die zu uns als Praktikantin dank der französischen Regierung stiess. Wir mochten uns gegenseitig so sehr, dass sie dauerhaft blieb, und nun ist Maryline Purchasing Manager und betreut einige unserer wichtigsten Kunden.
Wir probierten eine Amazon-Preis-Garantie Politik aus: wir haben das nur ein paar Wochen aufrecht erhalten weil es so ärgerlich zu verwalten war. Uns wurde auch klar, dass wir bei vielen Titeln sowieso günstiger als Amazon waren - und bei Grosshandels-Bestellungen sowieso schon immer waren!
Als unsere Nachbarn aus der Lagerhalle nebenan auszogen, kauften wir umgehend den Extraraum auf. Es bedurfte dann beinahe eines weiteren Jahres um die Baugenehmigung zur Niederreissung der Verbindungswand zwischen den beiden Einheiten zu erhalten.
Eine Möglichkeit für externes Investment eröffnete sich, als ich von einigen Geschäftsleuten, die in der Yoga-Industrie tätig waren, angesprochen wurde, denen der Look von Yogamatters sehr gefiel.
2006
Claire belästigte mich nahezu täglich mit Telefonanrufen bis ich schlussendlich nachgab und sie anstellte. Innerhalb weniger Tage wurde sie zu einem Fixpunkt des Kundenteams und einer verlässlichen Quelle für Schokolade im Büro (Sie blieb für 2 1/2 Jahre und verliess und jüngst um ein neues Leben in Thailand zu beginnen. Wir warten noch immer auf Deine Postkarte, Claire!)
Ivan kam hinzu - unser erster Nicht-Yogi. Aber er ist Aikido Schwarzgurtträger und versprach, umgehend mit Yoga anzufangen. Er kann eigenhändig ganze Paletten ohne Gabelstapler bewegen und hält unser Lager gut organisiert und sicher.
Kurze Zeit später kam Alice hinzu mit ihrer speziellen Art des positiven Kundendienstes, der mit einer Interesse für perinatales Yoga kombiniert ist. Wenn Sie Ihre Rechnungen nicht bezahlen, werden Sie von Alice hören, aber immer positiv eingestellt.
Die externe Investitionsmöglichkeit kam zu Stande und ich tauschte einige Anteile im Gegenzug für ein Investment in Yogamatters ein. Ich wollte Yogamatters wachsen sehen und als starkes solides Unternehmen etablieren. Dafür kam ein Mehr an Cash gerade recht.
Zur gleichen Zeit begannen wir eine loose Zusammenarbeit mit
Yogacampus. Yogacampus ist eine non-profit Schulungsorganisation mit einem wirklich tollen Bildungsethos und einer tadellose Reputation in der Yoga Community. Wir hofften, das Unterstützung in Form von Büroräumen und Infrastruktur ihnen zugute kommen würde. Yogamatters und Yogacampus wurden dadurch gute Freunde, nichtsdestotrotz sind wir zwei völlig unabhängige Unternehmungen geblieben.
Wir haben unser zweites Warenhaus gefüllt, welches wohl ein Gesetz bestätigt, nachdem Lagermaterial danach drängt, jeden kleinsten Winkel bis unters Dach ausfüllen zu wollen.
Wir haben auch den Lotus Raum eröffnet, ein kleines aber perfekt geformtes Yoga Studio in einer Ecke unseres Warenlagers. Bestens ausgestattet (was irgendwie selbstverständlich ist) und eine phantastische Resource für Mitarbeiter, Freunde und gute Zwecke. Hat ausserdem Unterbodenheizung.
Ein weiterer stolzer Augenblick kam als wir über 100 Produkte an einen einzigen Tag versandten. Witzig wie Nummern eine gewisse Wichtigkeit anzunehmen pflegen, und dies fühlte sich wie ein richtiger Meilenstein an.
2007
Yogacampus ist in unsere Büroräume eingezogen, und es war grossartig, einen neuen Schwung an Energie im Gebäude zu haben.
Unglücklicherweise haben wir auch erstmals Verlust eingefahren. Dies war besonders enttäuschend in Anbetracht dessen dass wir härter als je zuvor gearbeitet zu haben schienen. Das Geschäft war so sehr gewachsen, dass wir den Kontakt zu manchen unserer Kunden verloren hatten, Lagerprobleme erlebten und feststellen mussten, dass arbeitsintensive manuelle System unsere Energie von dem was wir eigentlich machen sollten, abzogen. Diese Periode in unserer Geschichte war wirklich schmerzlich und jeder konnte das fühlen.
Intern hatten wir zwei weitreichende Debaten: Die erste war ob es angemessen ist, darauf zu insistieren, kein Fleisch am Arbeitsplatz einzunehmen. Wir hatten den Fehler begangen, einigen Neuzugängen nicht mitzuteilen, dass Yogamatters ein vegetarischer Arbeitsplatz ist. Ein Kompromiss wurde erreicht, indem diejenigen, denen dies nicht mitgeteilt worden war, weiterhin das was sie wollten essen durften, aber unter Rücksichtnahme.
Unsere Entscheidung, einige "I Love Yoga" Produkte zu verkaufen - wie Tassen oder Schlüsselanhänger - provozierte eine weitere hitzige Diskussion. Einige Mitarbeiter sahen solche flippigen Produkte als nutzlos und unseren guten Ruf ruinierend an, den wir uns ja so hart erarbeitet haben. Andere Mitarbeiter sahen darin einen harmlosen Spass (Was meinen Du dazu?)
Christine stiess hinzu, um an unserem E-Mail Marketing zu arbeiten und uns wieder in Kontakt mit unseren Kunden zurückzubringen, und setzte auch Claire's Erbe bezüglich Schokolade im Büro fort.
Wir unterzogen unserer Webseite ein rasches Facelift in Form einiger neuer Funktionen und neuer Farben. Aber dies machte es nur umso mehr deutlich, dass wir wirklich die gesamte Seite mit etwas flexiblerem und zeitgemässerem ersetzen mussten.
Am Ende des Jahres fragte mich Ves warum wir das, was wir machen, eigentlich machen? Das war eine verdammt gute Frage and wir beschlossen herauszufinden, für was Yogamatters eigentlich wirklich steht. Wir trafen eine wunderbare Firma namens
Green Sky Thinking die uns dabei half, genau das zu tun, indem sie ihre '
Brand Yoga' Methode bei uns anwandte.
2008
Die Geschwindigkeit des Wandels ist in diesem Jahr bereits wahrlich schwindelerregend hoch! Ein erstaunliche und engagierte Anstrengung aller Mitarbeiter hat dazu geführt, dass wir uns wieder in die Profitzone zurückbewegt haben.
Wir hiessen Adam willkommen. Er ist unsere erste im Ausland beheimatete Person - ein Deutsch sprechender amerikanischer Yoga Lehrer, der sich die Langeweile vertreibt, indem er gelegentlich Stand-up Comedy betreibt. Außerdem begann Daniela für uns zu arbeiten: als Deutsche bediente sie von London aus unsere deutschsprachigen Kunden in ihre Heimatsprache.
Der erste 40' Container ist angekommen (bislang waren es immer halbe Container gewesen), der weit in die Strasse hinausragte, und trotz dass er in Rekordzeit von unserem superben Team entladen wurde, hat der LKW dennoch ein Knöllchen bekommen. Das Warenhaus ist voll. Wirklich voll!
Und nun haben wir einen neuen Yogamatters Look. Eine neue Brand, ein neues Design (Schön gemacht,
Whitespace Design), eine neue Webseite, ein neues System. Unterstützt und aufrechterhalten von den selben Werten, dem selben exzellenten Service und der selben Hingabe für Yoga. Lassen Sie uns wissen ob wir es so richtig machen. Bald wird es mehr zu berichten geben wie es uns im Jahr 2009 so ergangen ist. Einfach im Januar wieder auf dieser Seite hereinschauen. Bis dahin, währet gut, und ein Namaste - von Paul und dem Yogamatters Team.
Lassen Sie uns wissen ob wir es so richtig machen
Namaste - von Paul und dem Yogamatters Team